Wer bin ich?
Eine Frage, die ich mir selbst immer wieder stelle.
Mein Name ist Diego Bircher, Jahrgang 2000, und ich komme aus dem Berner Oberland.
Mit dem Schreiben habe ich bereits als Kind begonnen. Als Jugendlicher schrieb ich vor allem auf Hochdeutsch. Irgendwann verschwand das Schreiben für eine Weile aus meinem Leben – bis ich Jahre später wieder zu den Worten zurückfand.
Heute schreibe ich vor allem auf Berndeutsch.
Nicht, weil Hochdeutsch nicht reichen würde. Sondern weil mir meine Mundart näher ist. Ich liebe alte Wörter, Doppeldeutigkeiten, Reime und die Nostalgie, die manche berndeutschen Begriffe in mir auslösen.
Was hinter meinen Worten steht
Viele meiner Texte sind autobiografisch.
Verlust, Mobbing, Depressionen, Suizidalität, Klinikaufenthalte und andere persönliche Krisen gehören zu meiner Geschichte. Mit 16 Jahren musste ich mich intensiv mit dem Thema Suizid auseinandersetzen, nachdem sich ein enger Freund das Leben genommen hatte.
Später erlebte ich selbst Zeiten, in denen das Weiterleben alles andere als selbstverständlich war.
Das Schreiben wurde für mich zu einer Möglichkeit, Erlebtes auf Papier zu bringen. Frust. Tränen. Erinnerungen. Gedanken, für die ich manchmal keine anderen Worte fand.
Ich schreibe nicht darüber, wie etwas war.
Ich schreibe darüber, wie es sich für mich angefühlt hat.
Die Lyrikgalerie
Angefangen hat dieses Projekt unter dem Namen „Gschribes“.
Mit der Zeit merkte ich jedoch, dass ich keine einfache Sammlung meiner Texte schaffen möchte. Ich wollte eine Galerie.
Einen Ort, den man betreten kann wie ein Kunstmuseum.
Du kannst vor einem Text stehen bleiben. Ihn lesen. Vielleicht macht er dich nachdenklich. Vielleicht verstört er dich, lässt dich lachen, macht dich wütend oder spendet dir Trost.
Und irgendwann gehst du weiter.
Vielleicht nimmst du einen Gedanken mit nach Hause.
So entstand die Lyrikgalerie.
Ich schreibe nicht, um jedem zu gefallen. Meine Texte dürfen anecken. Sie dürfen wehtun und dunkel sein. Genauso dürfen sie Hoffnung geben und schön sein.
Was du darin siehst und fühlst, gehört dir.
Und wer bin ich jetzt?
Vielleicht steckt ein Teil der Antwort irgendwo zwischen all diesen Texten.
Und vielleicht verändert sie sich mit jedem, der noch dazukommt.